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Gedenken. Neu denken. – Energischer Start nach der Pandemie

Der Vorstand und Beirat des Trägervereins „Ehemalige Synagoge Oberdorf e.V.“ fand sich

vor Kurzem zur Neujahressitzung in der Gedenk- und Begegnungsstätte zusammen, die wenig später durch die Hauptversammlung ergänzt wurde. Neben der Grundsteinlegung für neue Projekte, wurde der Beirat des Gedenkvereins personell erweitert.

Foto: Nico Gasch

Energischer Start in ein wichtiges Jahr


Nach langer Zeit pandemischer Erschwernisse freut sich der Trägerverein mit neuen Projekten und vielseitigen Veranstaltungen in ein wichtiges Jahr zu starten. „Vieles war während der Pandemie schlichtweg nicht möglich. Unsere Aufgabe, zu gedenken und zu mahnen, haben wir aber trotz aller Widrigkeiten nie aufgegeben“, zeigt sich der Erste Vorsitzende Michael Freiherr von Tannhausen stolz.


Vorstand und Beirat blicken auf zahlreiche Konzerte, Lesungen und Geschichtsführungen zurück, die die Synagoge als Standort des ehemaligen jüdischen Bezirksrabbinats Ostwürttemberg noch stärker in das Zentrum jüdischer Kultur der Region rückte. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk ‚Jüdische Spuren im Ostalbkreis‘ und dem Stadtarchiv Bopfingen unter Leitung der Bopfinger Stadtarchivarin Johanna Menzel-Fuchs, möchte der Trägerverein das Informationsangebot im kommenden Jahr noch stärker ausbauen. „Die aktuellen Entwicklungen mahnen uns jeden Tag aufs Neue zum Erinnern sowie Einstehen für Gemeinschaft und Menschenwürde. Um jung und alt besser anzusprechen, müssen wir daher ‚Gedenken. Neu denken‘“, betont die stellvertretende Geschäftsführerin des Trägervereins Menzel-Fuchs. So ist anlässlich des Tags der Befreiung am 8. Mai die feierliche Eröffnung der neuen Ausstellungseinheit auf dem äußeren Synagogenareal geplant, die Besuchern die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte in Oberdorf und der gesamten Region zu jeder Tageszeit ermöglichen soll. Ergänzend wird der Trägerverein der ehemaligen Synagoge Oberdorf e.V. bei der kommenden Mitgliederversammlung das neue Kulturprogramm 2023 vorstellen und beschließen.


Maria Theiss in den Beirat berufen


Nach jahrelangem Engagement beantragten der bisherige Zweite Vorsitzende Konrad Theiss und Öffentlichkeitsbeauftragte Erwin Haffner den Vereinsvorstand aus persönlichen Gründen zu verlassen. „Konrad Theiss und Erwin Haffner haben als jahrelange Wegbegleiter und Unterstützer der ehemaligen Synagoge den Verein in unglaublichem Maße geprägt. Die Fußstapfen, die beide hinterlassen, sind groß“, bekräftigt der Vorstandsvorsitzende.


In Reaktion auf die Veränderung folgte der Vorstand dem Vorschlag von Tannhausens und berief Maria Theiss einstimmig in den Beirat des Trägervereins. Die Anwesenden zeigten sich über den Beitritt sehr glücklich, da die Verlegerfamilie Theiss von Beginn an dem Verein äußerst gewogen war und die Geschichte maßgeblich geleitet sowie begleitet hat. Die gesamte Neuwahl im Verein wurde regulär im Zuge der Mitgliederversammlung am 01. Februar 2023 in der Gedenk- und Begegnunsstätte ehemalige Synagoge Oberdorf durchgeführt.


Foto & Text: Nico Gasch (Trägerverein)

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